Den Suonen entlang

Im Wallis findet man kilometerlange Bewässerungskanäle, vornehmlich auf den trockenen Südhängen. Sie führen das hier für die Landwirtschaft dringend benötigte Wasser durch Gräben und Leitungen auf die Weiden und in die Weinberge. Auf ihrem Weg müssen die Suonen oft Hindernisse wie Felswände oder Geröllhalden überwinden, was mit speziellen, zum Teil jahrhundertealten Techniken geschieht. Das macht sie zu einzigartigen Beweisen für die Kühnheit ihrer Erbauer, den sozialen Zusammenhalt und für das Ausmass der herrschenden Wassernot. Suonen sind aber nicht nur Lebensquell für die Walliser Bergdörfer, sie sind auch als Wanderwege sehr schön. Im Unterwallis heissen die Suonen «Les bisses». Es besteht das Vorhaben, die Suonen ins Welt-Kulturerbe der Unseco aufnehmen zu lassen.

Wall - Suone

Die Tour „Niwärch-, Gorperi-, Laldneri- und Undra-Suon“ hat zum Ausgangs- und Zielort Ausserberg bei Visp. Der Baltschiederbach speist mehrere sehr alte Suonen, die zum Teil bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen. Wer diese rund  fünfstündige Wanderung auf sich nehmen will, muss schwindelfrei sein und eine Taschenlampe mitnehmen.

Gesundheit
twitter