| Was hat die Vereidigung von Barak Obama zum US-Präsidenten mit Tourismus
zu tun? Sehr viel. Seiner Wahl ist es nämlich zu verdanken, dass die
Schweizer wieder mehr in die USA reisen. Die Zahlen belegen: Während der
Bush-Ära waren Schweizer mit Reisen in die USA zurückhaltender als nach
der Wahl von Barak Obama zum US-Präsidenten. Von 2008 zu 2009 (Obama
wurde im Januar 2009 vereidigt) stieg die Einreisezahl um vier Prozent,
die Zahl der Übernachtungen stieg gar von sechs auf acht Millionen. «Die Vereidigung von Barak Obama war gleichermassen ein Startschuss für vermehrtes Reisen der Schweizer in die USA», stellt Martin Reber, Geschäftsleiter Schär-Reisen im Stadtberner Länggass-Quartier, fest. Obama habe im Ausland sehr viel Goodwill ausgelöst, er sei ein Sympathieträger und habe es geschafft, die Antipathien gegenüber den USA aus dem Weg zu räumen, die während der Bush-Ära geschürt wurden. «Ich würde sogar sagen, dass Obama auf den Tourismus zehnmal grösseren Einfluss hat als der tiefe Dollarkurs», so Reber weiter. |
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Reiseland USA in aller Munde
Gemäss Martin Reber ist der Dollar darum nicht so massgebend für die Frage, ob Schweizer viel oder wenig in die USA reisen. Tatsache sei aber, dass der Dollar, sobald der Kurs unter die magische Grenze von 1:1 falle, in aller Munde sei. «So wird lediglich das attraktive Reiseland USA wieder in Erinnerung gerufen.» Es sei aber nicht so, dass eine US-Reise in Betracht gezogen wird, weil das Budget weniger belastet wird. Der tiefe Dollarkurs animiert natürlich zum Shoppen - nicht selten wird beim Hinflug eine leere Tasche mitgenommen, die dann beim Rückflug gefüllt ist mit Schuhen und Kleidern. Martin Reber erinnert aber daran, dass das two-piece-concept, wonach kostenlos zwei Gepäckstücke à 23 Kilo mitgenommen werden dürfen, nicht mehr existiert. Heute werde ab 23 Kilogramm Gepäck ein Gewichtszuschlag erhoben.
Tendenz steigend
Reber rechnet damit, dass die Zeit von einer halben Million einreisende Schweizer in die USA wieder kommen wird. «Die Nachfrage ist gerade im Freizeit-Tourismus ungebremst.» Möglicherweise werde aber der Geschäftsreise-Tourismus nicht im gleichen Masse zunehmen. Dies sei auf die wirtschaftliche Situation und die neuen Kommunikationsmittel zurückzuführen.